Vielfalt von Obst, Gemüse und Vieh

Zucchini


BETEILIGE DICH AM ERHALT DER ZUCCHINIVIELFALT!

Nur gegessen werden sie nicht vergessen!

Du bekommst Saatgut von zwei Zucchinisorten: eine spezielle und eine Standardsorte.

Nach dem Aussäen/-pflanzen kannst du deine Beobachtungen, wie auf dem Faltblatt angegeben, notieren. Wir treffen uns dann im Sommer beim Zucchinifest, zu dem du bis zu drei Früchte deiner speziellen Zucchinisorte mitbringst, damit wir sie ausstellen und verkosten können.

BESCHREIBUNGEN DER "SPEZIELLEN" ZUCCHINISORTEN


ZUCCHINI 1X1

Zucchini ist die Verniedlichungsform vom italienischen „zucca“ = Kürbis und bedeutet kleiner Kürbis oder Minikürbis. Zucchini sind unreife 8-20 cm lange Früchte, an denen sich noch Blüten befinden können. In dieser Größe finden sie die Hauptverwendung in der Küche. Auch die Zucchiniblüte hat ihren berechtigten Platz in der Küche. Zucchini tragen sowohl männliche als auch weibliche Blüten an einer Pflanze.

Was ist beim Anbau von Zucchini zu beachten? Zucchinipflanzen sind frostempfindlich und wärmebedürftig. Die erste Direktsaat erfolgt somit erst nach den letzten Frösten: im Weinbaugebiet ab Ende April, in kühleren Lagen nach dem letzten Frost Mitte Mai bis Anfang Juni. Für frühere Pflanztermine ist eine Voranzucht im Gewächshaus erforderlich. Hier sind in der Keimphase Temperaturen von 22°C, in der weiteren Anzucht 15–22°C erforderlich. Für die Aussaat im Freiland werden zwei Samen pro Pflanzstelle 3 cm tief gesät. Wenn sich zwei Sämlinge entwickeln, wird die stärkere Pflanze stehen gelassen und die schwächere rechtzeitig entfernt.

Zucchinipflanzen können bis zu 80 cm tief wurzeln. Sie lieben gut versorgte, humusreiche, leicht erwärmbare Böden mit lockerer Struktur und gutem Wasserhaltevermögen. Sie brauchen Platz zum Gedeihen. Man rechnet im Schnitt mit einem Pflanzabstand von 1 x 0,75 m. Als günstige Nachbarn in der Mischkultur gelten Basilikum, Kapuzinerkresse, rote Bete, Stangenbohnen, Zwiebeln. Die Ernte beginnt im Freiland 5-6 Wochen nach dem Pflanzen. Um gute Erträge zu erzielen, müssen die Bestände regelmäßig feucht gehalten und beerntet werden. Große Früchte belasten die Pflanze stark und beeinträchtigen das Wachstum und somit den Ertrag. Nur wenn Saatgut gewonnen werden soll, müssen die Früchte an der Pflanze ausreifen.



Zur Arbeitsgruppe

Im Bereich Gemüse arbeiten BäuerInnen und HausgärtnerInnen vor allem an der Erhaltung und Vermehrung „alter lokaler Gemüsesorten“. Diese bleiben nämlich nur von Nutzen, wenn sie durch regelmäßige Vermehrung  „jung“ gehalten werden.  Dabei werden einerseits die sortentypischen Eigenschaften bewahrt, die Sorten werden gleichzeitig auch an die jeweiligen persönlichen Ansprüche, den eigenen Garten und das kleinräumige Klima angepasst. 

Letztendlich verhilft die Selektion eigener Gemüsesorten zu mehr Individualität und Eigenständigkeit.


Aktivitäten


  • Samen- und Pflanzentauschmärkte

  • Vermehrung von lokalem Saatgut

  • Vorträge und Kurse

  • Organisation von Lehrfahrten